Bei einer Diskussion ist die Frage aufgetaucht, ob denn die Blauverschiebung der Jets von SL bereits gemessen wurde.
Es gibt dazu einen Artikel mit einer indirekten Messung
academic.oup.com/mnras/article/395/1/301/1080009
(auch als PDF speicherbar)
KI:
- Methode (Modellierung): Die Forscher nutzten Multiwellenlängen-Beobachtungen (Radio bis Röntgen) des Synchrotron-Kontinuums entlang des Jets. Sie kombinierten diese Daten mit bestehenden Messungen der scheinbaren Eigenbewegungen ("Superluminal Motion") der Knoten im Jet, die mit dem Hubble-Weltraumteleskop gemacht wurden.
- Bestimmung des Doppler-Faktors: Durch die Anpassung von Synchrotron-Spektrum-Modellen an die beobachtete Strahlung konnten sie den sogenannten "Doppler Beaming Factor" (Strahlungsbündelungsfaktor) entlang des Jets berechnen.
- Ergebnisse zur Blauverschiebung/Geschwindigkeit:
- Ihre Ergebnisse favorisieren ein Szenario mit "moderater Bündelung" ("modest beaming"), bei dem der Doppler-Faktor zwischen etwa 2 und 5 variiert.
- Aus diesen Doppler-Faktoren leiteten sie die intrinsische Geschwindigkeit und den Neigungswinkel des Jets zur Sichtlinie ab.
- Die Studie bestätigte, dass der innere Jet Geschwindigkeiten von bis zu 98% der Lichtgeschwindigkeit erreicht und in einem Winkel von 10°–19° zur Erde geneigt ist.