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Elementare Ursache von Kräften auf Objekte
Re: Elementare Ursache von Kräften auf Objekte
1 Monat 1 Woche her - 1 Monat 1 Woche herDas sehe ich aber anders. Wenn es stimmt, was dieser Purcell-Kritiker D'Abramo in der seiner Einleitung schreibt, dann ist Purcells Betrachtung genau die, die Josef Gaßner anhand seines Tafelbilds erklärt: Eine einzelne Probeladung ist parallel zum Leiter bewegt. So ist die Szene, und es gilt stimmig zu verstehen was Sache ist.Aber wie gesagt, kommt mir die Idee von Purcell zwar theoretisch richtig vor aber man braucht diesen Ansatz nicht für das bekannte Experiment mit den beiden Leitern.
Zitat D'Abramo: "Abstract. In the 1960s, E.M. Purcell proposed a basic explanation of the magnetic force experienced by a test charge moving parallel to a stationary current-carrying wire."
Es ist doch offenbar die gundlegendere Betrachtung. Wenn es damit schon Probleme gibt, die man ohne Längenkontraktion nicht lösen kann, dann braucht man mit dem komplizierteren Szenario mit 2 Leitern gar nicht erst anzufangen.
Das meinte ich mit meinem Gleichnis oben: Wenn Fichtenholz einen geringen Brennwert hat, dann klärt es sich doch nicht, indem man einfach die doppelte Menge in den Ofen gibt. Damit hat man zwar ein Heizproblem gelöst, aber nicht den geringen Brennwert erklärt^^.
Auch die von wolfgang24-1 gefundene Untersuchung zum sog. Faraday-Paradoxon krankt anscheinend am gleichen Syndrom. Der Aufbau ist viel zu komplex. Wenn ich sehe, was die Experimentatoren alles an Elektronik dem Magnetfeld aussetzen, dann wundert es mich, dass sie überhaupt halbwegs brauchbare Messdaten bekommen:
Was da möglicherweise alles an Spannungen und Strömen induziert wird durch vom magn. Fluss durchflutete Leiterschleifen, kann doch kein Mensch überblicken^^.
Wenn ich Experimentalphysiker wäre würde ich versuchen so etwas zu bauen:
Ein dünnes Metallrohr (Leiter) ist radial zur runden Magnetscheibe horizontal an Isolatoren fixiert.
Am äußeren Ende des Leiters steckt eine Metallkappe, und im Inneren befindet sich ein Mechanismus (galvanisch vom Leiter isoliert), der die Kappe nach gewisser Zeit absprengt (Feder oder so). Die Magnetscheibe rotiert eine Weile vor dem Leiter, dann wird die Kappe abgesprengt und von einem Elektroskop aufgefangen. Das Elektroskop zeigt direkt an, ob die Kappe elektrisch geladen oder neutral ist.
Falls das "bewegte Magnetfeld" im Leiter eine Spannung induziert hat, müsste die Kappe elektrisch geladen sein, sonst nicht.
Man kann die Anordnung mit dem radialen Metallrohr dann auch rotieren lassen um zu sehen, ob die Ladung der Kappe anders ausfällt.
Vorteil: Keine komplizierte Leitungsführung, die das Ergebnis verfälschen könnte. Nur ein Leiterstück im statischen Magnetfeld, bewegt oder unbewegt. Das ist alles.
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- Rudi Knoth
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Re: Elementare Ursache von Kräften auf Objekte
1 Monat 1 Woche herDer "komplizierte Fall hat den Vorteil, daß er symmetrisch ist und damit anstelle der Elektronen im Leiter die Atomrümpfe angezogen werden. Gemessen wird ja im realen Experiment die Kraft auf den ganzen Leiter. Wie im Falle des p-Leiters feststellbar ist, sollten nach dem Ansatz von Purcell die "Löcher" im Ruhesystem der anderen Leiterelektronen auch eine Anziehung erfahren, weil sie in diesem Ruhesystem sich ebenfalls bewegen. In der Elektrodynamik wird aber nur von einen Strom gesprochen wobei des unerheblich ist, ob positive oder negative Ladungsträger für den Strom verantwortlich sind. Sogar mit einer Kochsalzlösung sollte ein entsprechender Effekt zeigen. Und in diesem Fall hat man positive Natrium- und negative Chlor-Ionen, die für den Stromtransport verantwortlich sind.Es ist doch offenbar die gundlegendere Betrachtung. Wenn es damit schon Probleme gibt, die man ohne Längenkontraktion nicht lösen kann, dann braucht man mit dem komplizierteren Szenario mit 2 Leitern gar nicht erst anzufangen.
Gruß
Rudi Knoth
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Re: Elementare Ursache von Kräften auf Objekte
1 Monat 1 Woche herIch verstehe nicht ganz worauf du hinaus willst. Zwei parallele Löcherleiter sollten sich ebenfalls anziehen, ja. Aber warum "nach dem Ansatz von Purcell"? Du meintest doch, den braucht man gar nicht^^. Wobei ich auch nicht verstehe, warum man den nicht brauchen sollte.Der "komplizierte Fall hat den Vorteil, daß er symmetrisch ist und damit anstelle der Elektronen im Leiter die Atomrümpfe angezogen werden. Gemessen wird ja im realen Experiment die Kraft auf den ganzen Leiter. Wie im Falle des p-Leiters feststellbar ist, sollten nach dem Ansatz von Purcell die "Löcher" im Ruhesystem der anderen Leiterelektronen auch eine Anziehung erfahren, weil sie in diesem Ruhesystem sich ebenfalls bewegen. In der Elektrodynamik wird aber nur von einen Strom gesprochen wobei des unerheblich ist, ob positive oder negative Ladungsträger für den Strom verantwortlich sind. Sogar mit einer Kochsalzlösung sollte ein entsprechender Effekt zeigen. Und in diesem Fall hat man positive Natrium- und negative Chlor-Ionen, die für den Stromtransport verantwortlich sind.Es ist doch offenbar die gundlegendere Betrachtung. Wenn es damit schon Probleme gibt, die man ohne Längenkontraktion nicht lösen kann, dann braucht man mit dem komplizierteren Szenario mit 2 Leitern gar nicht erst anzufangen.
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Re: Elementare Ursache von Kräften auf Objekte
1 Monat 1 Woche herAlso mit der Löcherleitung meinte ich nicht zwei parallele Leitungen sondern eine n-Leitung und dazu parallel eine p-Leitung mit derselben Stromrichtung. Dann ergibt die Betrachtung nach Purcell im Ruhesystem der Elektronen im n-Leiter doch eine Anziehung. Makroskopisch sollte es aber keinen Unterschied geben. Daher meine Bedenken , daß dieses Gedankenexperiment realistisch ist.Ich verstehe nicht ganz worauf du hinaus willst. Zwei parallele Löcherleiter sollten sich ebenfalls anziehen, ja. Aber warum "nach dem Ansatz von Purcell"? Du meintest doch, den braucht man gar nicht^^. Wobei ich auch nicht verstehe, warum man den nicht brauchen sollte.Der "komplizierte Fall hat den Vorteil, daß er symmetrisch ist und damit anstelle der Elektronen im Leiter die Atomrümpfe angezogen werden. Gemessen wird ja im realen Experiment die Kraft auf den ganzen Leiter. Wie im Falle des p-Leiters feststellbar ist, sollten nach dem Ansatz von Purcell die "Löcher" im Ruhesystem der anderen Leiterelektronen auch eine Anziehung erfahren, weil sie in diesem Ruhesystem sich ebenfalls bewegen. In der Elektrodynamik wird aber nur von einen Strom gesprochen wobei des unerheblich ist, ob positive oder negative Ladungsträger für den Strom verantwortlich sind. Sogar mit einer Kochsalzlösung sollte ein entsprechender Effekt zeigen. Und in diesem Fall hat man positive Natrium- und negative Chlor-Ionen, die für den Stromtransport verantwortlich sind.Es ist doch offenbar die gundlegendere Betrachtung. Wenn es damit schon Probleme gibt, die man ohne Längenkontraktion nicht lösen kann, dann braucht man mit dem komplizierteren Szenario mit 2 Leitern gar nicht erst anzufangen.
Gruß
Rudi Knoth
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Re: Elementare Ursache von Kräften auf Objekte
1 Monat 1 Woche herGruß
Rudi Knoth
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Re: Elementare Ursache von Kräften auf Objekte
1 Monat 1 Woche her - 1 Monat 1 Woche her?? Das sind doch zwei parallele Leitungen (aus Halbleitermaterial). In der n-Leitung fließen Elektronen und in der parallelen p-Leitung fließen Löcher mit derselben Geschwindigkeit in dieselbe Richtung, oder nicht? Bitte um widerspruchsfreie Darstellung der Situation, sonst kann man keine vernünftigen Schlüsse ziehen.Also mit der Löcherleitung meinte ich nicht zwei parallele Leitungen sondern eine n-Leitung und dazu parallel eine p-Leitung mit derselben Stromrichtung.
Es ergibt klassisch eine Anziehung, wenn sich negative und positive Ladungen im gemeinsamen Ruhesystem gegenüber stehen.Dann ergibt die Betrachtung nach Purcell im Ruhesystem der Elektronen im n-Leiter doch eine Anziehung.
Purcells Arbeit habe ich nicht gelesen, vermute aber, dass er mit höherer Ladungsdichte im jeweils anderen Leiter argumentiert (Längenkontraktion). Wie es dann aussieht, kann man erst man sehen wenn klar ist, wovon wir reden.
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Re: Elementare Ursache von Kräften auf Objekte
1 Monat 1 Woche herDa n-leitende Materialien negativ geladene Elektronen als bewegliche Ladungsträger haben und p-leitende Materialien positiv geladene "Löcher" haben, bewegen sie sich bei gleicher Stromrichtung in entgegengesetzter Richtung. Und damit werden die Löcher vom Magnefeld in Richtung Leiter abgelenkt. Und damit haben Elektronen und Löcher nicht das gleiche Ruhesystem.?? Das sind doch zwei parallele Leitungen (aus Halbleitermaterial). In der n-Leitung fließen Elektronen und in der parallelen p-Leitung fließen Löcher mit derselben Geschwindigkeit in dieselbe Richtung, oder nicht? Bitte um widerspruchsfreie Darstellung der Situation, sonst kann man keine vernünftigen Schlüsse ziehen. Es ergibt klassisch eine Anziehung, wenn sich negative und positive Ladungen im gemeinsamen Ruhesystem gegenüber stehen.
Ich kannte dessen Namen auch erst von der KI. Es soll sich wohl um ein Lehrbuch für die Elektrodynamik handeln. Die in dem Artikel von D' Abramo genannte Argumentation geht so:Purcells Arbeit habe ich nicht gelesen, vermute aber, dass er mit höherer Ladungsdichte im jeweils anderen Leiter argumentiert (Längenkontraktion). Wie es dann aussieht, kann man erst man sehen wenn klar ist, wovon wir reden.
Im Ruhesystem des Leiters ist die Ladungsdichte der Elektronen und Atomrümpfe gleich. Im Ruhesystem der Elektronen ist die Dichte der Atomrümpfe um den Faktor Gamma größer und die der Elektronen um denselben Faktor kleiner. Daher wird die im Ruhesystem der Elektronen ruhende negative Ladung nur durch die elektrostatische Anziehung angezogen.
Gruß
Rudi Knoth
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Re: Elementare Ursache von Kräften auf Objekte
1 Monat 1 Woche her - 1 Monat 1 Woche herDie Dichte der Elektronen im Leiter ist in ihrem Ruhesystem kleiner als in stromlosem Zustand, und hier liegt z.B. D'Abramos Denkfehler. In seiner Kritik an Purcells Arbeit schreibt er, dass die Dichte im Ruhesystem des Leiters durch Längenkontraktion größer sein müsste als die Dichte der Gitteratome, weil die Elektronen im Gitter bewegt sind. Aber das stimmt nicht:
Wie beim sog. Raumschiffparadoxon geht die konstante Beschleunigung der Elektronen im Ruhesystem des Leiters mit einer Vergrößerung der Abstände in ihrem vermeintlichen Ruhesystem einher. Tatsächlich haben sie während dieser Beschleunigung gar kein gemeinsames Ruhesystem. Für mich sieht das Phänomen aus wie die Raumdehnung durch Masse in der ART, die sich in der SRT eben durch Beschleunigung ergibt (Äquivalenzprinzip).Rainer Raisch:
Die Dichte der Elektronen ändert sich im Laborsystem nicht, wenn man den Strom einschaltet, denn alle Elektronen werden durch das Laborsystem gleich beschleunigt, Ihre Abstände vergrößern sich daher in ihrem eigenen System, denn sonst würden wir sie ja lorentzkontrahiert sehen. Das ist der bekannte Effekt bei Bells Paradoxon.
Nach der Beschleunigung bleiben die Abstände dann wieder gleich in einem gemeinsamen Ruhesystem. Im Ruhesystem des Leiters ist die Dichte wirklich größer, wobei die beobachtete Längenkontraktion diese "Raumdehnung" kompensiert, so dass die Dichte jederzeit genau der Dichte der Gitteratome entspricht.
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- Rudi Knoth
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Re: Elementare Ursache von Kräften auf Objekte
1 Monat 1 Woche her - 1 Monat 1 Woche herNein das stimmt so nicht. Im Ruhesystem des Leiters ist die Dichte der bewegten Elektronen gleich den Ionen des Leiters womit in diesem der Leiter elektrisch neutral ist. Aber diese Elektronen sind im Leiter wegen ihrer Bewegung längenkontrahiert.Die Dichte der Elektronen im Leiter ist in ihrem Ruhesystem kleiner als in stromlosem Zustand, und hier liegt z.B. D'Abramos Denkfehler. In seiner Kritik an Purcells Arbeit schreibt er, dass die Dichte im Ruhesystem des Leiters durch Längenkontraktion größer sein müsste als die Dichte der Gitteratome, weil die Elektronen im Gitter bewegt sind.
Im Ruhesystem der Elektronen ist der Leiter längengkontrahiert und hat daher eine um Gamma größere Ladungsdichte. Da die im Leiter längenkontrahierten Elektronen die gleiche Dichte wie die Ionen haben, ist im Ruhesystem der Elektronen die Ladungsdichte um 1/Gamma kleiner als die Ladungsdichte im Ruhesystem des Leiters. Daher diese Differenz (Gamma - 1/Gamma) . Dieses Ergebnis deckt sich mit dem im Experiment erhaltenen Ergebnis. Und damit kommt man zu dem von D' Abramo beschriebenen Problem dieses Ansatzes.
Gruß
Rudi Knoth
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Re: Elementare Ursache von Kräften auf Objekte
1 Monat 1 Woche her - 1 Monat 1 Woche herJa eben: Es stimmt nicht was 'Abramo schreibt, wörtlich übersetzt mit DeepL:Nein das stimmt so nicht. Im Ruhesystem des Leiters ist die Dichte der bewegten Elektronen gleich den Ionen des Leiters womit in diesem der Leiter elektrisch neutral ist. Aber diese Elektronen sind im Leiter wegen ihrer Bewegung längenkontrahiert.Die Dichte der Elektronen im Leiter ist in ihrem Ruhesystem kleiner als in stromlosem Zustand, und hier liegt z.B. D'Abramos Denkfehler. In seiner Kritik an Purcells Arbeit schreibt er, dass die Dichte im Ruhesystem des Leiters durch Längenkontraktion größer sein müsste als die Dichte der Gitteratome, weil die Elektronen im Gitter bewegt sind.
"Für einen Beobachter im Labor sollte ihre Dichte im Vergleich zur Dichte der stationären positiven Ladungen im Gitter (die der Elektronendichte bei ausgeschaltetem Strom entspricht) um einen geeigneten Lorentz-Faktor erhöht erscheinen."
Die Elektronendichte sollte sich für diesen Beobachter eben nicht erhöhen, während die Elektronen beim Einschalten des Stroms beschleunigt werden. Die Abstände der Elektronen bleiben aus seiner Sicht stets gleich, während sie im Ruhesystem der Elektronen um den Gammafaktor größer werden, genau wie der Abstand der Raumschiffe beim sog. Raumschiffparadoxon: Ein Seil zwischen zwei beschleunigten Elektronen würde reißen. D'Abramo erkennt diesen Sachverhalt offensichtlich nicht.
=> Nicht Purcells Ansatz ist das Problem, sondern D'Abramos mangelndes Verständnis der SRT.
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- Rudi Knoth
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Re: Elementare Ursache von Kräften auf Objekte
1 Monat 1 Woche her - 1 Monat 1 Woche herWeiter steht im Text:
in the frame of the wire the charge density of the moving electrons is
considered to be equal to the charge density of the stationary lattice positive charges
(n+ = |n−|) and, to all accounts, the wire is consistently treated as to be neutral in the
laboratory frame.
Und dann:
Und genau diese Fragestellung ist das Problem von dem Ansatz von Purcell.But then the question is: why do electrons not do the same to cancel out the overall
electric potential difference (charge imbalance) also in the reference frame of the charge
moving parallel to the wire? We see in all this a lack of reciprocity, the same reciprocity
demanded by the principle of relativity.
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Rudi Knoth
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Re: Elementare Ursache von Kräften auf Objekte
1 Monat 1 Woche her - 1 Monat 1 Woche herDas ist schon richtig, aber sie haben im Ruhesystem des Leiters immer dieselbe Dichte, ob Strom fließt oder nicht. Das ist genau D'Abramos Problem: Er meint, dass sie im Ruhesystem des Leiters bei Stromfluss eigentlich dichter sein sollten als ohne Strom und hält es für paradox, dass es nicht so ist. Das ist aber ein Denkfehler. Sie müssten im Ruhesystem des Leiters bei Stromfluss nicht dichter sein als ohne Strom. Den Grund habe ich genannt, d.h. eigentlich ist es Rainer Raischs Verdienst, der es zuerst auf den Punkt gebracht hat.Im Falle, daß der Strom fließt, ist im Ruhesystem des Leiters dieser elektrisch neutral. Da aber die Elektronen sich mit der Geschwindigkeit -v bewegen, sind die Elektronen in diesem System wegen der Längenkontraktion dichter als im Ruhesystem der Elektronen.
Nicht bei konstantem Strom, aber beim vermeintlichen Unterschied in der Ladungsdichte zwischen stromlosem und stromführendem Leiter. Der Strom fällt doch nicht instantan vom Himmel, sondern die Elektronen müssen zunächst konstant beschleunigt werden von 0 m/s bis zur Endgeschwindigkeit. Dabei vergrößert sich ihr Abstand im Ruhesystem des Leiters nicht, und somit auch nicht ihre Dichte, wohl aber im Ruhesystem jedes einzelnen so beschleunigten Elektrons. Dem zunehmenden Abstand zweier Elektronen in ihren Ruhesystemen steht eine zunehmende Kontraktion desselben Abstands im Ruhesystem des Leiters gegenüber, was sich genau aufhebt. Die Abstände erscheinen stets konstant und somit auch die Elektronendichte. D'Abramo irrt wenn er meint, es müsste im Ruhesystem des Leiters einen Unterschied in der Elektronendichte zwischen stromlosem und stromführendem Leiter geben.Mit Beschleunigungen haben wir es bei konstantem Strom nicht zu tun.
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- Rainer Raisch
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Re: Elementare Ursache von Kräften auf Objekte
1 Monat 1 Woche her - 1 Monat 1 Woche herDas ist völlig richtig, aber Dein Denkfehler ist, dass sich der Abstand der Elektronen während der Beschleunigung nicht verändern dürfte. Das ist prinzipiell lauch richtig, allerding immer auf das Beschleunigungssystem bezogen. Tatsächlich bleibt der Abstand im Laborsystem gleich und die Eigenabstände vergrößern sich dabei, völlig unabhängig von Deiner Zustimmung.sind die Elektronen in diesem System wegen der Längenkontraktion dichter als im Ruhesystem der Elektronen.
Eclipse4 hat es ja wirklich nochmals ausführlich erklärt, wenn Du schon meine knappe Darstellung #12329 nicht verstehst.
Aber schlag nach bei Feynman, relativ weit unten hier 13-6 und 13-7 www.feynmanlectures.caltech.edu/II_13.html
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- Rudi Knoth
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Re: Elementare Ursache von Kräften auf Objekte
1 Monat 1 Woche her - 1 Monat 1 Woche herHabe ich etwas von Beschleunigung geschrieben? Die Dichten der Ladungsträger im Laborsystem ist doch gleich. Sonst würde doch ein elektrisches Feld auch im Laborsystem bemerkbar sein.Das ist völlig richtig, aber Dein Denkfehler ist, dass sich der Abstand der Elektronen während der Beshleunigung nicht verändern dürfte.
Und dies wird auch in den Formal von D'Abramo beschrieben. Im Ruhesystem der Elektronen (und damit auch der Probeladung) ist die Dichte um den Faktor 1/Gamma kleiner als die im Laborsystem gegebene und die Dichte der Gitterbausteine um den Faktor Gamma größer als im Laborsystem. Und das wird in den von mir genannten Formeln klar ausgedrückt. Nur man hat dann im Ruhesystem der Elektronen eine insgesamt positive Ladungsdichte. Das ist das Problem, was D'Abramo beschreibt.Tatsächlich bleibt der Abstand im Laborsystem gleich und die Eigenabstände vergrößern sich dabei, völlig unabhängig von Deiner Zustimmung.
Gruß
Rudi Knoth
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Re: Elementare Ursache von Kräften auf Objekte
1 Monat 1 Woche her - 1 Monat 1 Woche herDas ist absolut kein Problem. Vielmehr erklärt genau dies die Anziehung zweier paralleler Ströme in Drähten.Nur man hat dann im Ruhesystem der Elektronen eine insgesamt positive Ladungsdichte. Das ist das Problem, was D'Aabramo beschreibt.
Auch das erklärt Feynman, siehe oben, wenn Du mein Deutsch nicht verstehst.
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Re: Elementare Ursache von Kräften auf Objekte
1 Monat 1 Woche herNein, das ist grundsätzlich falsch. Das Relativitätsprinzip besagt, dass alles was ein relativ bewegter Beobachter nicht auslösen kann, auch grundsätzlich nicht passieren kann.Das ist absolut kein Problem. Vielmehr erklärt genau dies die Anziehung zweier paralleler Ströme in Drähten.Nur man hat dann im Ruhesystem der Elektronen eine insgesamt positive Ladungsdichte. Das ist das Problem, was D'Aabramo beschreibt.
Ein bewegter Beobachter hat keinen Einfluss auf den relativen Abstand zwischen Elektronen, also kann sich dieser Abstand auch nicht verändern, wenn sich die Elektronen relativ zum Beobachter bewegen. Außerdem können doch die bewegten Elektronen gar nicht wissen, wer sie gerade beobachtet und relativ zu welchem Beobachter sie denn jetzt ihren Abstand anpassen sollten.
Tatsache ist, dass die stromtragenden Elektronen ihr elektrisches Feld schlicht mitnehmen und dass dies daher zu einem Magnetfeld führt. Die stromtragenden Elektronen im anderen Leiter spüren aufgrund ihrer eigenen Bewegung dieses Feld. Daher ziehen sich parallele Ströme an.
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Re: Elementare Ursache von Kräften auf Objekte
1 Monat 1 Woche her - 1 Monat 1 Woche herOkay verstehe. D'Abramo akzeptiert also die Neutralität des Leiters in dessen Ruhesystem, wobei einfach eine geringe Dichte im Ruhesystem der Elektronen gegeben ist, die dann im Ruhesystem des Leiters kontrahiert wieder die gleiche Dichte wie in stromlosem Zustand ergibt. So weit so gut.Habe ich etwas von Beschleunigung geschrieben? Die Dichten der Ladungsträger im Laborsystem ist doch gleich. Sonst würde doch ein elektrisches Feld auch im Laborsystem bemerkbar sein.Das ist völlig richtig, aber Dein Denkfehler ist, dass sich der Abstand der Elektronen während der Beshleunigung nicht verändern dürfte.Und dies wird auch in den Formal von D'Abramo beschrieben. Im Ruhesystem der Elektronen (und damit auch der Probeladung) ist die Dichte um den Faktor 1/Gamma kleiner als die im Laborsystem gegebene und die Dichte der Gitterbausteine um den Faktor Gamma größer als im Laborsystem. Und das wird in den von mir genannten Formeln klar ausgedrückt. Nur man hat dann im Ruhesystem der Elektronen eine insgesamt positive Ladungsdichte. Das ist das Problem, was D'Abramo beschreibt.Tatsächlich bleibt der Abstand im Laborsystem gleich und die Eigenabstände vergrößern sich dabei, völlig unabhängig von Deiner Zustimmung.
Seine Frage ist dann, warum sich kein Ladungsausgleich aus Sicht der Elektronen einstellt, die sich einer größeren Ladungsdichte der Atomrümpfe gegenüber sehen, d.h. sie sehen zwangsläufig einen insgesamt positiv geladenen Leiter.
Von diesen Elektronen könnte man vielleicht erwarten, dass sie das resultierende elektrische Feld nicht tatenlos hinnehmen, zumal offenbar auch ein externes Elektron damit konfrontiert ist und sich deshalb zum Leiter hin bewegt.But then the question is: why do electrons not [...] cancel out the overall electric potential difference (charge imbalance) [...]
Aber wie könnten sie denn einen Ausgleich versuchen? Transversal näher zum Leiter wie die externe Ladung können sie nicht, denn sie sind schon drin. Eine Umverteilung untereinander längs des Leiters würde auch nicht helfen, denn die positiven Atomrümpfe sind auf ganzer Länge schlicht in der Überzahl. Also keine Chance. Zu Ende gedacht bei extremer Relativgeschwindigkeit wird der Leiter aus ihrer Sicht zu einer positiven Punktladung, während ihre Abstände untereinander unendlich groß werden. Ein ziemlich surrealistisches Bild muss ich sagen.
So langsam schwant mir, dass D'Abramos Gedanke eigentlich ganz interessant ist. Sollte wohl mal zu Ende lesen.
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- Wolfgang24-1
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Re: Elementare Ursache von Kräften auf Objekte
1 Monat 1 Woche herJa genau, denn wenn ein Objekt in einem Ruhesystem neutral erscheint, dann behält es diese Eigenschaft in allen Ruhesystemen.Eclipse4: D'Abramo akzeptiert also die Neutralität des Leiters in dessen Ruhesystem. ...So langsam schwant mir, dass D'Abramos Gedanke eigentlich ganz interessant ist.
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Re: Elementare Ursache von Kräften auf Objekte
1 Monat 1 Woche her - 1 Monat 1 Woche herDann wäre die SRT falsch. So etwas zu behaupten ohne etwas Besseres vorzuweisen ist einfach unseriös, Fake News.Ja genau, denn wenn ein Objekt in einem Ruhesystem neutral erscheint, dann behält es diese Eigenschaft in allen Ruhesystemen.
Zitat Richard Feynman: "it must be that a neutral wire with a current appears to be charged when set in motion."
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- Wolfgang24-1
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Re: Elementare Ursache von Kräften auf Objekte
1 Monat 1 Woche herNein, nur Richard Feynman's Hypothese von geladenen stromführenden Leitern in Bewegung ist falsch. Woher wüsste denn solch ein bewegter stromführender Leiter gegenüber was er eigentlich gerade in Bewegung sein soll, und wie stark er sich deshalb aufladen müsste.Dann wäre die SRT falsch. So etwas zu behaupten ohne etwas Besseres vorzuweisen ist einfach unseriös, Fake News.Ja genau, denn wenn ein Objekt in einem Ruhesystem neutral erscheint, dann behält es diese Eigenschaft in allen Ruhesystemen.
Zitat Richard Feynman: "it must be that a neutral wire with a current appears to be charged when set in motion."
Die SRT sagt nicht, dass ein bewegter stromführender Leiter aufgeladen erscheint.
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