DAS Forum für Enthusiasten

Wie mit Autoren umgehen, die physikalische Fakten ignorieren?

Re: Wie mit Autoren umgehen, die physikalische Fakten ignorieren?

3 Tage 19 Stunden her
#13896
Du erliegst dem Irrtum, dass du KI als "Beweis" heranziehst und sie demnach für "unfehlbar" hälst bzw. ihre verwendeten Quellen unter denen sich auch nicht peer-reviewed papers/arxiv befinden. Deshalb ist es gelinde gesagt unglücklich mit "dem oder jenem" Physiker/Autor aufzutrumpfen, bloß weil du an deren Mündern zu hängen scheinst; darüberhinaus ist ein - hypothetisches - BEK SEHR WOHL erwähnt worden, wartet allerdings noch auf seinen Beweis, überlesen? Spare deine Energie bitte und nutze sie zum gründlichen Lesen statt mir Ratschläge für Atemtechniken ungefragt zu erteilen.
Du hast recht, dass man KI-Aussagen und nicht-peer-reviewte Quellen nicht als endgültigen Beweis behandeln sollte. Das war auch nicht meine Absicht.
Mein eigentlicher Punkt ist physikalischer Natur: Moderne VSL- und Emergent-Gravity-Ansätze (u. a. Arbeiten von Moffat, Magueijo, Volovik und Jacobson) arbeiten nicht mit dem starren Äther von 1904, sondern mit dynamischen, oft viskose- oder kondensatartigen Medien bzw. Feldern, deren Eigenschaften lokal variieren können. Genau in dieser Linie steht auch mein HTP-Ansatz: Der Higgs-Tachyonen-Flux ist ein dynamisches Medium, dessen Dichte die lokale Lichtgeschwindigkeit, die Trägheit und damit Uhren und Maßstäbe beeinflusst. Ob man dieses Medium als Higgs-Kondensat, Quanten-Vakuum oder anders bezeichnet, ist sekundär. Entscheidend ist die dynamische, lokal variable Kopplung – im Gegensatz zu einem starren, unflexiblen Teilchen-Äther. Dass solche Modelle noch hypothetisch sind und auf weitere experimentelle Prüfung warten, ist unbestritten.
Bezüglich deines BEK-Einwandes verstehe ich nicht ganz die Worte "SEHR WOHL erwähnt worden". Ja, ein BEK scheint durchaus möglich, ja nach den Versuchen im Jahre 1995 von den Physikern Cornell, Wieman und Ketterle erhielten diese sogar den Nobelpreis. Also ich habe dieses Kondensat durchaus als positives Beispiel in meinem vorigen Post angeführt. Und ja, danke für diese Erwähnung, ein BEK könnte durchaus meine eigene Theorie verbessern und für die komologische Rotverschiebung könnte man beispielsweise das Higgs-Tachyonen-Medium in Voids wie ein expandierendes BEC ansehen.

 
Hallo WL01!

Du sprichst von „Belegen“, vermischst dabei jedoch hypothetische Analogmodelle der theoretischen Physik mit eigenen, physikalisch nicht haltbaren Konzepten.
Kernpunkte, warum dein Ansatz den Kriterien moderner Physik widerspricht:
1. Begrifflichkeiten und Belege: Ein Begriff wie „Higgs-Tachyonen-Flux“ existiert in keinem einzigen peer-reviewed Fachjournal der Welt. Zeig mir nur eines. Das Higgs-Feld ist ein skalares Feld (ohne Fluss/Flux). Tachyonen stellen in der Quantenfeldtheorie eine Vakuum-Instabilität dar – im stabilen Higgs-Kondensat gibt es sie nicht mehr. Die bloße Aneinanderreihung realer Fachbegriffe ist kein Beleg, sondern in dieser Kombination physikalischer Widerspruch.
2. Fehlinterpretation der Forscher: Grigory Volovik nutzt das Bose-Einstein-Kondensat von Helium-3 als rein mathematisches Analogmodell, um Effekte im Labor zu simulieren – er behauptet nirgends, dass unser reales Vakuum eine zähe, molekulare „Suppe“ ist. João Magueijo und John Moffat entwickelten VSL-Modelle ausschließlich für das ganz frühe Universum, um die kosmische Inflation zu ersetzen. Keine moderne, peer-reviewte VSL-Theorie behauptet, dass die Lichtgeschwindigkeit im heutigen Universum lokal wie in einem zähen Medium bremst.
3. Der experimentelle Gegenbeweis (Dispersion): Wenn das Vakuum ein makroskopisch viskoses Medium wäre, in dem Licht „Umwege“ beschreibt oder abgebremst wird, müsste zwingend Dispersion auftreten. Licht unterschiedlicher Wellenlängen (Farben) würde sich unterschiedlich schnell bewegen. Satellitenmessungen (z. B. von hochenergetischen Gamma-Ray-Bursts durch Fermi-LAT) zeigen jedoch, dass Photonen verschiedenster Energien nach Milliarden Lichtjahren absolut zeitgleich und gestochen scharf bei uns ankommen. Das heutige Vakuum verhält sich nicht wie eine zähe Suppe. Wir kennen die Zusammensetzungen der kosmischen Medien.
4. Geschwindigkeit und Masse: Die Behauptung, Geschwindigkeit sei „massenäquivalent“ und Uhren würden deshalb mechanisch „falsch gehen“, widerspricht dem Kern der Relativitätstheorie. Die Zeitdilatation ist keine mechanische Stauchung durch Reibung, sondern eine geometrische Eigenschaft der Raumzeit, die sich in jedem Beschleuniger (CERN) und bei jedem GPS-Satelliten exakt so messen lässt.

Es geht hier keinesfalls um (meinen) mangelnden Respekt vor neuen Ideen der von dir genannten „modernen“ und anerkannten Physiker/manche Papers werden sagen wir kontrovers diskutiert - dann bin ich eben mit 31 „altmodisch“, haha - sondern um das Einhalten der wissenschaftlichen Methode. Wenn du eine reale Kosmologie auf einem viskosen Medium und einem Tachyonen-Flux begründen möchtest, nenne mir bitte die dazugehörigen, peer-reviewten Publikationen (außerhalb von reinen Preprint-Servern wie arXiv), die diese Effekte für das heutige Universum nachweisen. Solange diese fehlen, bleibt es eine Privattheorie; ich weiß nicht wie du Menschen nennst, die von sich behaupten, sie hätten vor niemandem Respekt, höchstens vor dem Ehepartner? Ich sag dir lieber nicht wie ich das einschätze, es gehört nicht hierher. Deshalb und aus Zeitgründen möchte ich mit dir nicht weiter diskutieren.

Schöne Grüße,
Mondlicht

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • WL01
  • WL01s Avatar
  • Offline
  • Forum Fortgeschrittener
  • Forum Fortgeschrittener
  • Beiträge: 156
  • Thanks: 13

Re: Wie mit Autoren umgehen, die physikalische Fakten ignorieren?

3 Tage 15 Stunden her
#13899
Hallo WL01!
...
Und was auch immer.
 
Ja, die von Dir genannten Punkte sind mir natürlich bekannt.
Ich habe auch nie behauptet, dass meine Theorie ART-kompatibel ist, sondern stets, dass sie eine Alternative zur RT ist, die die Fehler der RT nicht wiederholt, sondern Lösungen dafür findet. Und Du kannst natürlich in den Wogen des Standardmodells weiter verharren.

Und ja, wenn Du dir etwas anderes davon erwartet hast, dann muss ich Dich enttäuschen.
Und ja, Du bist mir auch unsymphatisch. Und ich sehe jede weitere Diskussion mit Dir als sinnlos an..

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Z.
  • Z.s Avatar Autor
  • Offline
  • Forum Geselle
  • Forum Geselle
  • Beiträge: 400
  • Thanks: 92

Re: Wie mit Autoren umgehen, die physikalische Fakten ignorieren?

1 Tag 4 Stunden her - 18 Stunden 39 Minuten her
#13935
dass die zugrunde liegenden Felder real sind
Das schon. Was ich mit den modellhaften Feldlinien in 3D meine, ist, dass von einer Verdünnung mit der Oberfläche ausgegangen wird. Die Feldlinien sind ja nicht das Potentialfeld der Eichbosonen, sondern sie stehen für Kraftlinien. Die Beschleunigungsfelder entstehen aber erst durch den Gradienten des Eichbosonenfeldes. Sie verdünnen sich sozusagen nur zufällig mit der Oberfläche, weil die Stärke des Eichbsonenfeldes mit 1/r abfällt und ∇(1/r) = 1/r².
es transportiert messbare Energie
Das Photon (em.Welle) und auch die GW transportieren Energie, es handelt sich um reelle Teilchen. Die Eichbosonen der WW (Photon, Graviton) sind aber virtuelle Teilchen, sie transportieren weder Energie noch Impuls sondern nur Information, sie formen oder bilden die Raumzeitkrümmung. Virtuelle Teilchen kann man nicht messen, ihre Wellenfunktion kann nicht "zusammenbrechen". Sie existieren bzw wirken daher über die gesamte Wellenfront "unverdünnt". Aber gemäß UR werden sie mit der Entfernung schwächer, eben genau mit 1/r. Nicht ihre Dichte (mit 1/r²) sondern ihre Frequenz der Feldanregung (mit 1/r) nimmt ab.
Im back.... 

Rainer 
zuerst ging es ja um die Behauptung "c habe nichts mit α zu tun"...

Dazu letztmals, von mir zumindest...

Wenn man On-Shell komplett ausschließt, verbleibt man in der reinen Dynamik des Quantenvakuums. Hier ist die Konstante c der geometrische Rahmen (die Struktur des Propagators) und Alpha α die dynamische Stärke (Skalierung der Fluktuation). Da das Vakuum durch seine eigenen Off-Shell-Schleifen die Raumzeit-Metrik manifestiert, ist eine Trennung von c und Alpha α auch im reinen Off-Shell-Formalismus mathematisch nicht möglich....
 sind aber virtuelle Teilchen, sie transportieren weder Energie noch Impuls sondern nur Information
Obigem kann ich natürlich nur voll zustimmen, da gibt´s fast nichts auszusetzen
Allerdings sollte man sich noch "dazudenken"....

Dass das was wir als Information bezeichnen, auf der anderen Seite der Medaille ein energetisches Potenzial aufweist, dessen fluktuierende Transfer-Energie die Grundlage des Quantenvakuums ist. Sie transportiert im Ruhezustand zwar keine makroskopische Arbeit, stellt aber das dynamische Potenzial bereit, das durch extreme äußere Einflüsse (wie Gravitation am Ereignishorizont) in reale, messbare On-Shell-Energie (z. B. Hawking-Strahlung) umgewandelt werden kann. Was weniger kritisch als vielmehr ergänzend gemeint ist, die Schnittstelle zwischen den Begriffen Energie ~ Quanteninformation verdeutlichend.

Bis später.
HGZ.

 
Letzte Änderung: 18 Stunden 39 Minuten her von Z.. Begründung: gramma

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Re: Wie mit Autoren umgehen, die physikalische Fakten ignorieren?

22 Stunden 38 Minuten her
#13943
Ja, die von Dir genannten Punkte sind mir natürlich bekannt.
Ich habe auch nie behauptet, dass meine Theorie ART-kompatibel ist, sondern stets, dass sie eine Alternative zur RT ist, die die Fehler der RT nicht wiederholt, sondern Lösungen dafür findet. Und Du kannst natürlich in den Wogen des Standardmodells weiter verharren.
Jede neue Hypothese, die den Anspruch erhebt, ernst genommen werden zu wollen, muss alle experimentellen Bestätigungen der ART ebenfalls beinhalten. Ebenso wie beisielsweise die Newtonsche Mechanik als Grenzfall in die neueren Theorien integriert wurde.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Re: Wie mit Autoren umgehen, die physikalische Fakten ignorieren?

22 Stunden 35 Minuten her
#13944
Moderatoren Hinweis

Bitte stets um gegenseitigen persönlichen Respekt. Niemand kann alle mögen, aber bitte keine persönlichen Angriffe.
Danke von: Z.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Re: Wie mit Autoren umgehen, die physikalische Fakten ignorieren?

19 Stunden 38 Minuten her - 19 Stunden 12 Minuten her
#13950
Zum Thema Längenkontraktion: Nimm als Bespiel die kosmischen Myonen. 
Gemäß LET und RT Erklärung durch Längenkontraktion und Zeitdilatation

Für mich ist das stimmig. Oder sieht jemand andere Erklärungsmöglichkeiten?
Zufälliger Weise habe ich diesem Thema in meiner Theorie ein ganzes Kapitel gewidmet.:

3.5 Verlängerte Myonen-Lebensdauer ohne Zeitdilatation
Hochenergetische Myonen aus der kosmischen Strahlung erreichen die Erdoberfläche, obwohl ihre Ruhelebensdauer dafür zu kurz wäre. In der HTP wird dies ohne kinematische Zeitdilatation erklärt:
  • Die hohe Geschwindigkeit koppelt das Myon stärker an das Medium und verändert die effektive Zerfallsrate.
  • Gleichzeitig ist die lokale Lichtgeschwindigkeit und die Mediumdichte entlang der Bahn leicht modifiziert.
  • Die effektive Lebensdauer im Laborrahmen erscheint verlängert, weil der Zerfallsprozess durch die Mediumwechselwirkung und die veränderte lokale (c) beeinflusst wird.
Detailberechnung:

1.1 Ausgangspunkt
Die Zerfallsbreite im Medium sei

1.2 Physikalische Begründung der Faktoren
  • (c(lokal)/c(0))^n
    Die lokale Lichtgeschwindigkeit beeinflusst die Phasenraumfaktoren und die effektive Kopplung an das Vakuum bzw. an das Tachyonen-Medium. Für  erhält man eine spürbare Unterdrückung der Zerfallsrate, wenn c(lokal) < c(0).
  • g(v, p(T)):
    Die hohe Geschwindigkeit verstärkt die Kopplung des Myons an den Tachyonen-Flux. Ein einfacher Ansatz ist


 mit  (hier nur als kinematischer Faktor, nicht als Zeitdilatation). Je höher die Geschwindigkeit und die Mediumdichte, desto stärker wird der Zerfall unterdrückt.

1.3 Effektive Lebensdauer
Die im Labor beobachtete Lebensdauer ergibt sich zu

Für hochenergetische Myonen (γ(kin) == 15 ... 20) und eine geringe Erhöhung der effektiven Mediumkopplung reicht bereits ein moderater Wert von ξ * p(T)/p(0) == 0,05 ... 0,1 aus, um die beobachtete Reichweite zu erklären, ohne eine relativistische Zeitdilatation zu benötigen.

1.4 Konsistenz mit der Ruhelebensdauer
Im Ruhesystem (v → 0, p(T) = p(0), c= c(0) ) geht Γ(eff) → Γ(0), sodass die bekannte Lebensdauer t(0) = 2,197 μs unberührt bleibt. 


Hallo Claus, Rainer, Z. und auch HL01!

Nach einer anregenden (privaten) Diskussion gestern habe ich mich um entschieden und möchte mich zu deinem Post, HL01, äußern, zumindest will ich nicht, dass meine „Zusammenstellung“ von vornherein ungelesen bleibt.

1. Das Prinzip des „Drei-Variablen-Tricks“
WL01‘s mathematischer Ansatz basiert auf einem einfachen "Trick": Er nimmt das reale, gemessene Ergebnis (dass Myonen die Erde erreichen) und erfindet so viele frei wählbare Variablen (Korrekturfaktoren), bis am Ende mathematisch das richtige Ergebnis herauskommt. In der Physik nennt man das habe ich mir sagen lassen „ad-hoc-Hypothese“. Er führt drei völlig willkürliche Faktoren ein, die er frei anpassen kann, wie es ihm passt:
1. Den Exponenten \(n\) bei der lokalen Lichtgeschwindigkeit.
2. Einen Kopplungsfaktor \(\xi \) (Xi).
3. Die Tachyonen-Dichte \(p(T)\). Wenn man in eine Gleichung drei Variablen einbaut, die man nach Belieben hoch- oder runterdrehen kann, kann man damit jedes beliebige Ergebnis der Welt erzeugen. Das hat keinerlei Vorhersagekraft.
Oder wie der berühmte Physiker John von Neumann einst scherzte: „Mit vier Parametern kann ich einen Elefanten beschreiben, und mit einem fünften kann ich ihn seinen Rüssel bewegen lassen.“

2. Der mathematische Zirkelschluss in Punkt 1.2
Schaut euch bitte an, was er unter Punkt 1.2 bei dem Faktor \(g(v, p(T))\) schreibt. Er führt dort den Faktor \(\gamma _{kin}\) ein. Er schreibt dazu in Klammern: „hier nur als kinematischer Faktor, nicht als Zeitdilatation“.
Raffiniert! 
Woher kommt dieser Faktor \(\gamma \) (Gamma)? Das ist der Lorentz-Faktor \(\gamma = 1 / \sqrt{1 - v^2/c^2}\).
Dieser Faktor wurde von Lorentz und Einstein mathematisch exakt abgeleitet, um die Längenkontraktion und Zeitdilatation zu beschreiben.
Und dann? WL01 „klaut“, wenn man es so salopp ausdrücken will, sich den Gamma-Faktor aus der Relativitätstheorie, benennt ihn in „kinematischer Faktor“ um, behauptet, er habe nichts mit Zeitdilatation zu tun, und nutzt ihn, um den Zerfall zu bremsen.
Er benutzt Einsteins Mathematik, um Einstein zu leugnen.

In gewisser Weise faszinierend.

Du kannst gekonnt Gleichungen so umformen und mit Variablen bestücken, dass sie formal sauber aussehen. Deine Argumentation ist aber ein klassischer Zirkelschluss: Du, HL01, nimmst die Effekte, die Du wegdiskutieren willst (den Gamma-Faktor), und baust sie unter anderem Namen wieder ein, würfelst frei erfundene Parameter dazu und „feierst“ dann für ein Kapitel 3.5 deine „Privattheorie“.

Clever.

3. Warum WL01‘s „Ruhesystem“ (Punkt 1.4) ein Fehlschluss ist

WL01 schreibt, dass seine Formel für \(v \to 0\) wieder die normale Lebensdauer von 2,197 Mikrosekunden ergibt und deshalb konsistent sei. Auch darin sehe ich keine „eigene“ Leistung. Wenn man eine Formel so konstruiert, dass alle selbst erfundenen Zusatzfaktoren bei einer Geschwindigkeit von Null gegen 1 laufen, dann muss am Ende der Ruhewert herauskommen.

Das ist mathematische Kosmetik, genannt „Curve Fitting“.


4. Das fundamentale physikalische Problem (Das WL01 verschweigt)
Wenn die Lebensdauer des Myons durch die Reibung oder Kopplung an ein viskoses Medium (seinen „Tachyonen-Flux“) verlängert würde, dann müsste diese Kopplung energieabhängig sein. 

Der Widerspruch:
 Ein Myon ist ein Elementarteilchen (ein schweres Elektron). Wenn dieses Medium so massiv auf das Myon einwirkt, dass es seine innere Zerfallsrate drastisch verändert, müsste es auch andere Eigenschaften des Myons verändern – zum Beispiel sein anomales magnetisches Moment oder seine Masse.

Diese Werte sind aber im Labor und in der kosmischen Strahlung bis auf absurde Nachkommastellen vermessen und stimmen exakt mit dem Standardmodell überein (ohne jedes Medium). Es gibt keine Spur von einer "viskosen Bremsung" oder einer Veränderung der inneren Struktur durch ein Hintergrundmedium.

Das ich Claus zustimme, hatte ich schon gesagt. 


Mondlicht
Beste Grüße
Letzte Änderung: 19 Stunden 12 Minuten her von Mondlicht2.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • WL01
  • WL01s Avatar
  • Offline
  • Forum Fortgeschrittener
  • Forum Fortgeschrittener
  • Beiträge: 156
  • Thanks: 13

Re: Wie mit Autoren umgehen, die physikalische Fakten ignorieren?

7 Stunden 1 Minute her
#13966
Ja, die von Dir genannten Punkte sind mir natürlich bekannt.
Ich habe auch nie behauptet, dass meine Theorie ART-kompatibel ist, sondern stets, dass sie eine Alternative zur RT ist, die die Fehler der RT nicht wiederholt, sondern Lösungen dafür findet. Und Du kannst natürlich in den Wogen des Standardmodells weiter verharren.
Jede neue Hypothese, die den Anspruch erhebt, ernst genommen werden zu wollen, muss alle experimentellen Bestätigungen der ART ebenfalls beinhalten. Ebenso wie beisielsweise die Newtonsche Mechanik als Grenzfall in die neueren Theorien integriert wurde.
Dieser Aussage stimme voll und ganz zu. Teile dieser experimentellen Bestätigungen habe ich der Vorstellung meiner Theorie bereits vorgebracht. Ich werde sie jedoch nicht als Bestätigung der ART vorbringen, sondern nur als mögliche Bestätigung meiner Theorie vorbringen. Und natürlich, meine Theorie ist in sich schlüssig (genauso wie RT in sich schlüssig ist) und basiert auf Grundlagen der heutigen Erkenntnisse, aber eben NICHT auf der RT. Und ja, ganz vollständig ist meine Theorie natürlich nicht. Insbesonders bei den Größenordnungen ist noch viel Feinarbeit notwendig. Daran arbeite ich noch und kann natürlich Einwendungen in diesem Forum sehr gut gebrauchen. Dafür großen Dank allen Forumsmitgliedern.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • WL01
  • WL01s Avatar
  • Offline
  • Forum Fortgeschrittener
  • Forum Fortgeschrittener
  • Beiträge: 156
  • Thanks: 13

Re: Wie mit Autoren umgehen, die physikalische Fakten ignorieren?

6 Stunden 59 Minuten her - 5 Stunden 26 Minuten her
#13968
Moderatoren Hinweis

Bitte stets um gegenseitigen persönlichen Respekt. Niemand kann alle mögen, aber bitte keine persönlichen Angriffe.
Ich bemühe mich diese Vorgaben einzuhalten, nur wenn meine (persönlichen) geistigen und sozialen Kompetenzen von einem Forumsmitgleid angezweifelt werden, dann werde ich mit diesem Mitglied keinen weiteren Dialog mehr führen.
Meine Ablehnung (einer Forderung eines Forumsmitgliedes) nach "Respekt" galt übrigens nicht der persönlichen Ebene, sondern nur der immatriellen Seite. Ich habe somit keinen "Respekt" gegenüber einer "Theorie", die m.A. nach nur der Versuch einer Erklärung einer Interpretation der Realität darstellt.
Letzte Änderung: 5 Stunden 26 Minuten her von WL01.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • WL01
  • WL01s Avatar
  • Offline
  • Forum Fortgeschrittener
  • Forum Fortgeschrittener
  • Beiträge: 156
  • Thanks: 13

Re: Wie mit Autoren umgehen, die physikalische Fakten ignorieren?

5 Stunden 40 Minuten her - 4 Stunden 56 Minuten her
#13971
Zu den Argumenten eines Forumsmitgliedes das ich hier nicht ansprechen werde.

Zu Pkt. 1:
Korrekt, der Einwand ist berechtigt!
Die Parameter sind jedoch nicht völlig willkürlich, sondern an bereits in der HTP vorhandene Größen gebunden (ρT) steuert auch (c) und die effektive Masse). Dennoch bleibt der Vorwurf der unzureichenden Vorhersagekraft bestehen, solange keine unabhängige Bestimmung dieser Parameter aus anderen Experimenten gelingt. Hier muss die HTP nachbessern.

Zu Pkt. 2:
Der Gammafaktor, oder auch als Lorentzfaktor bekannt ist keine Erfindung Einsteins, sondern der von Hendrik Antoon Lorentz aus 1890. Einstein hat ihn in seiner RT nur für seine Theorien uminterpretiert. Genauso wie ich ihn für meine Theorie als reine (lokale) Grenzgeschwindigkeit uminterpretiere. Der Faktor ist Ausdruck der verstärkten Mediumkopplung bei hoher Geschwindigkeit und nicht als geometrischer Faktor der Raumzeit. In meiner Theorie gibt es weder Zeitdillatation noch Längenkontraktion und einen allgemein gültigen Zeitablauf womit unlogische Interpretationen (Großvaterparadoxon, Zeitreisen) ausgeschlossen sind. Und ja ich sehe diese Formel als positive Begründung für die von mir postulierten Tachyonen. Müsste sie jedoch aus dem Higgs-Mechanis ableiten. Aber ja, die Umbenennung in einen „kinematischer Faktor“ ist natürlich nicht sauber.

Zu Pkt. 3:
Die Festlegung v→0 ist zugegeben keine neue Errungenschaft/Leistung und letztendlich auch keine Begründung für die verlängerte Lebensdauer. 
Ja das Gegenargument ist stark und müsste zu einer Modifikation meiner Formeln führen.
Der Grundgedanke ist folgender:
Die Zerfallsrate des Myons wird durch die lokale Mediumdichte ρT beeinflusst. Die höhere Mediumdichte erzeugt eine höhere effektive Masse und verlangsamt die internen (schwachen) Prozesse. Auf deutsch gesagt, nicht nur Atomuhren, sondern auch die inneren Uhren gehen durch Masse/Geschwindigkeit == Mediumsdichte falsch. Dadurch sinkt die Zerfallsbreite und die Lebensdauer steigt. Die Formeln müsste ich dazu jedoch noch erst generieren.

Zu Pkt. 4:
Ein sehr starkes Gegenargument, das ich derzeit formeltechnisch nicht widerlegen kann.
Überlegungen dazu sind, dass das Higgs-Tachyonen-Medium durch die speziellen Eigenschaften der Tachyonen (negatives Massenquadrat, Impulsübertragung bei verschwindender Energie) die Möglichkeit eröffnen, dass der tachyonische Flux vorwiegend Impuls- und Phasenraum-abhängige Prozesse (wie den schwachen Zerfall) beeinflusst und elektromagnetische Größen weniger stark (ich gehe in meiner Theorie von nicht EM geladenen Tachyonen aus) stört. Der springende Punkt ist das virtuelle W-Boson (Virtuelle Teilchen sind eine mathematische Hilfskonstruktion der Störungsreihe). Das virtuelle W-Boson würde durch eine kurzlebige reale Medium-Anregung oder durch Tachyonen-Austausch ersetzt. Die Tachyonen wirken dabei als Impulsüberträger und Katalysatoren.
Das ist jedoch zugegeben derzeit nur ein qualitatives Argument.
 
Letzte Änderung: 4 Stunden 56 Minuten her von WL01.
Danke von: Mondlicht2, Z.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Z.
  • Z.s Avatar Autor
  • Offline
  • Forum Geselle
  • Forum Geselle
  • Beiträge: 400
  • Thanks: 92

Re: Wie mit Autoren umgehen, die physikalische Fakten ignorieren?

3 Stunden 2 Minuten her
#13978
Hi WL01

vielen Dank für deine sachlich, selbstkritisch und konstruktiv verfasste Antwort!

GZ.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Re: Wie mit Autoren umgehen, die physikalische Fakten ignorieren?

25 Minuten her - 22 Minuten her
#13982
Zu den Argumenten eines Forumsmitgliedes das ich hier nicht ansprechen werde.

Zu Pkt. 1:
Korrekt, der Einwand ist berechtigt!
Die Parameter sind jedoch nicht völlig willkürlich, sondern an bereits in der HTP vorhandene Größen gebunden (ρT) steuert auch (c) und die effektive Masse). Dennoch bleibt der Vorwurf der unzureichenden Vorhersagekraft bestehen, solange keine unabhängige Bestimmung dieser Parameter aus anderen Experimenten gelingt. Hier muss die HTP nachbessern.

Zu Pkt. 2:
Der Gammafaktor, oder auch als Lorentzfaktor bekannt ist keine Erfindung Einsteins, sondern der von Hendrik Antoon Lorentz aus 1890. Einstein hat ihn in seiner RT nur für seine Theorien uminterpretiert. Genauso wie ich ihn für meine Theorie als reine (lokale) Grenzgeschwindigkeit uminterpretiere. Der Faktor ist Ausdruck der verstärkten Mediumkopplung bei hoher Geschwindigkeit und nicht als geometrischer Faktor der Raumzeit. In meiner Theorie gibt es weder Zeitdillatation noch Längenkontraktion und einen allgemein gültigen Zeitablauf womit unlogische Interpretationen (Großvaterparadoxon, Zeitreisen) ausgeschlossen sind. Und ja ich sehe diese Formel als positive Begründung für die von mir postulierten Tachyonen. Müsste sie jedoch aus dem Higgs-Mechanis ableiten. Aber ja, die Umbenennung in einen „kinematischer Faktor“ ist natürlich nicht sauber.

Zu Pkt. 3:
Die Festlegung v→0 ist zugegeben keine neue Errungenschaft/Leistung und letztendlich auch keine Begründung für die verlängerte Lebensdauer. 
Ja das Gegenargument ist stark und müsste zu einer Modifikation meiner Formeln führen.
Der Grundgedanke ist folgender:
Die Zerfallsrate des Myons wird durch die lokale Mediumdichte ρT beeinflusst. Die höhere Mediumdichte erzeugt eine höhere effektive Masse und verlangsamt die internen (schwachen) Prozesse. Auf deutsch gesagt, nicht nur Atomuhren, sondern auch die inneren Uhren gehen durch Masse/Geschwindigkeit == Mediumsdichte falsch. Dadurch sinkt die Zerfallsbreite und die Lebensdauer steigt. Die Formeln müsste ich dazu jedoch noch erst generieren.

Zu Pkt. 4:
Ein sehr starkes Gegenargument, das ich derzeit formeltechnisch nicht widerlegen kann.
Überlegungen dazu sind, dass das Higgs-Tachyonen-Medium durch die speziellen Eigenschaften der Tachyonen (negatives Massenquadrat, Impulsübertragung bei verschwindender Energie) die Möglichkeit eröffnen, dass der tachyonische Flux vorwiegend Impuls- und Phasenraum-abhängige Prozesse (wie den schwachen Zerfall) beeinflusst und elektromagnetische Größen weniger stark (ich gehe in meiner Theorie von nicht EM geladenen Tachyonen aus) stört. Der springende Punkt ist das virtuelle W-Boson (Virtuelle Teilchen sind eine mathematische Hilfskonstruktion der Störungsreihe). Das virtuelle W-Boson würde durch eine kurzlebige reale Medium-Anregung oder durch Tachyonen-Austausch ersetzt. Die Tachyonen wirken dabei als Impulsüberträger und Katalysatoren.
Das ist jedoch zugegeben derzeit nur ein qualitatives Argument.


 
Hallo WL01,

vielen Dank für deine ausführliche und detaillierte Rückmeldung. Ich weiß es sehr zu schätzen, dass du dich so gründlich und ernsthaft mit meiner Kritik auseinandergesetzt und die aufgezeigten physikalischen Kernprobleme – insbesondere die experimentellen Widersprüche zur Dispersion und die Problematik der elektroschwachen Symmetrie – so offen reflektiert hast.

Dein historischer Einwand zum Lorentz-Faktor ist natürlich vollkommen korrekt: Hendrik Lorentz hat diesen mathematischen Faktor lange vor Einstein formuliert, um den Ätherwind zu beschreiben und btw, meines Erachtens schrieb ich nicht davon, dass Einstein der „Erfinder“ gewesen war.
Es ist spannend zu sehen, wie unterschiedlich dieser Faktor je nach theoretischem Rahmen interpretiert werden kann – sei es nun geometrisch oder, wie in deinem Ansatz, als Ausdruck einer veränderten Mediumkopplung.

Da du selbst schreibst, dass hier formeltechnisch noch grundlegende Modifikationen und Ableitungen nötig sind, belasse ich es an dieser Stelle erst einmal dabei. Ich wünsche dir viel Erfolg beim weiteren Ausarbeiten und Durchdenken deiner Ansätze.

Schöne Grüße
Mondlicht
Letzte Änderung: 22 Minuten her von Mondlicht2.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Re: Wie mit Autoren umgehen, die physikalische Fakten ignorieren?

25 Minuten her - 24 Minuten her
#13983
technisches Problem, unabsichtlich doppelt gepostet, bitte löschen
Letzte Änderung: 24 Minuten her von Mondlicht2.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.