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WuL und HS

Re: WuL und HS

8 Monate 1 Tag her - 8 Monate 1 Tag her
#10369
Z. schrieb:
noch ein paar Potenzen drauf legend..
Demnach muss es direkt nach dem Urknall eine Phase gegeben haben, in der sich das Universum nicht linear ausdehnte, sondern exponentiell. Der ganze Spuk dauerte wahrscheinlich nur rund 10 hoch -35 Sekunden – das ist noch kürzer als ein Milliardstel einer Quadrillionstel Sekunde. Innerhalb dieser Zeit blähte sich der Kosmos bis auf gewaltige Dimensionen auf. Die Größe des Universums nahm um einen Faktor von 10 hoch 30 bis 10 hoch 100 zu – ja nachdem, welcher Theorie man hier folgen möchte.
www.scinexx.de/dossierartikel/exponentielle-ausdehnung/

Rainer schrieb:
Big Bounce gibt es nur als Idee, aber nicht realistisch, genauso wie es keinen Bounce im SL gibt.
Penroses zyklisches Universum setzt die ewige Expansion voraus.


Hi Z. & Rainer, Yukterez und wer mitliest!

Betrifft scinexx Artikel, aus dem auch die Zitate stammen: auch 10 Jahre später, gilt für alle, die hinter der Urknalltheorie stehen, dass die Kosmische Inflation eine ernstzunehmende Theorie ist, die viele Probleme klärt, aber:
Die kosmische Inflation geizt bisher aber nicht nur mit Beweisen, auch theoretisch gibt es noch reichlich Unstimmigkeiten. „In den 30 Jahren seit Guth sie eingeführt hat, ist etwas Seltsames mit dem Szenario geschehen: Die Indizien, die dafürsprechen sind gewachsen, aber auch die dagegen“, kommentiert der US-Physiker und Kosmologe Paul Steinhardt die Entwicklung


„Unendliche Dichte und Temperatur“ die aus dem Nichts im Sinne von totalem Nichts entstand/Urknallsingularität, hielt ich schon als Kind für unlogisch, völlig unverständlich, und, somit, finde ich die derzeit Deutsche Wiki Urknalldefinition ehrlicher, denn sie schließt genau dies aus und beginnt mit dem Universum einfach „NACH dem Urknall“.

(Ich finde es unerheblich, ob das Universum 13,7 oder 13,8 Mrd. Jahre alt ist oder etwas jünger oder älter.)

Hätte es aber diese beschriebene Singularität wirklich gegeben - woran man wegen Einstein noch Jahrzehnte später nicht zweifeln DURFTE, was völlig falsch verstandener Respekt Einstein gegenüber bedeutet und er mit Sicherheit der Letzte gewesen wäre, der dies verlangt hätte - wäre die Konsequenz gewesen: das Universum wäre nicht entstanden, sondern in einem SL quasi „steckengeblieben“, wogegen Guth dann das Rezept lieferte…

Unzweifelhaft existieren wir!
Die QM braucht keine Singularität.
Es gibt das „völlige“ N I C H T S nicht!

(„Ich weiß, dass ich nichts weiß“. Um an einen klugen Philosophen zu erinnern.)

Ich verstehe deinen Unmut, wenn Rainer Theorien „einfach so vom Tisch fegt“, Big Bounce ist eine der drei populären, anerkannten und in den jeweiligen „Kreisen“ diskutierte Theorie „für das Ende von Allem“ - aber wer hinter der Urknalltheorie steht und Zyklische Universen ablehnt und rechnen kann wie Rainer, der kann die Big Bounce Theorie ihrer Definition nach nicht favorisieren, das ist doch klar; mich überzeugen die Papers von Martin Bojowald & Co auch nicht. Dich?

Mit heutigem Wissenstand halte ich das weitere Expandieren des Universums für noch sehr lange Zeit (im zig Milliarden Maßstab) für am wahrscheinlichsten. Es deutet nichts darauf hin, dass „die 5% Materie“ wieder kontrahieren wird…
Mir fehlt das Wissen, ob sich die unterdichten Bereiche (Voids) durch die Raumenergie oder DE weiter ausdehnen werden und wenn, welche Auswirkungen das kurz bis langfristig hat. Darf ich erinnern, wir fangen gerade erst an die größten Skalen zu verstehen!

In der Zukunft, den nächsten Jahrzehnten werden uns unsere Tools neue Erkenntnisse vermitteln, vielleicht wird auch ein mathematisches Superhirn geboren…

Flöge „A L L E S auseinander“ hieße das trotzdem nicht, dass in einer (nachwievor) gravitativ gebundenen Galaxie Leben entstehen könnte. Wenn auch Galaxien auseinandergerissen würden, oder Atome, ist alles zu spät, haha, jede Diskussion sinnlos, aber was in 10^100 Jahren +++ geschieht ist mir viel zu hypothetisch, dennoch, selbst dann würde ich vielleicht wegen meiner noch relativen Jugend, Urknall 2.0 keineswegs rigoros ausschließen.
Mit Hilfe des BICEP2-Array, einem am Südpol stehenden Mikrowellen-Teleskop, hatten John Kovac vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics und sein Team lange nach den verräterischen Polarisationspuren der Inflation gefahndet.

Ja, das war ein Schuss in den Ofen, salopp gesagt. Staub.
Pech, aber der Fauxpas hätte nicht geschehen müssen, wenn Kovac und Keating nicht so (ZU)schnell veröffentlicht hätten – ein Zeichen unserer Zeit allerdings. Wenn ich bedenke wie lange Planck zögerte, bis er fast „verzweifelte“, wie er schrieb, und dann erst seine revolutionäre Vorstellung vom Licht als Teilchen, als Energiepaket, Photon der Welt präsentierte… 

Schönen Abend,
Mondlicht
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Re: WuL und HS

8 Monate 1 Tag her - 8 Monate 1 Tag her
#10370
woher nimmst du bitte die Weisheit, dass es keinen BB im SL gibt?
...daraus, dass die radiale Dimension im SL zeitartig ist, siehe zB:
Grazzie
Dies war zwar klar
NICHTS kann der Gravitation widerstehen, die Quantenphysik liefert "dagegen" nur die UR (lokal → Unbestimmtheit des Ortes) und den Tunnel Effekt (geringe Wahrscheinlichkeit → Hawking Strahlung), da beides nicht der Schwerkraft unterliegt.
Ein Big Bounce lässt sich NICHT konstruieren.
Der BB ist ein quantenmechanisches Modell das auf die SQG basiert
Mag sein, doch was willst Du mit einem bisher gescheiterten Modell anfangen? NICHTS.
und setzt ein Schrumpfen der Raumzeit voraus
Na also, bereits diese Voraussetzung ist nicht gegeben, das Universum expandiert ewig, da ist übrigens Penrose mit im Boot, er skaliert dann freihändig.
durch quantisierte Strukturen oder eben einen BB ersetzt werden.
Durch quantisierte Strukutren würde ich die Zentralsingularität auch ersetzen, aber einen BB bekommst Du so nicht.
bevor es durch quantenmechanische Effekte in eine neue Expansionsphase übergeht.
Dafür müsste sich die Materie eines Feldes in Vakuum eines anderen Feldes verwandeln, ziemlich absurd, findest Du nicht?
Danach machen Abstände im CCC überhaupt keinen Sinn mehr
Über Penrose wollte ich eigentlich nicht diskutieren.
Aber sowohl die Vakuumdichte Λ als auch die Ausdehnungsrate H des Universums verschwinden keinesfalls, gleiches gilt für die Lichtgeschwindigkeit c etc. Der Hubble Radius rH=c/H bleibt ebenfalls konstant. Da kann man nichts reskalieren, bzw würde dies gar nichts ändern. Und auch wenn der letzte Cluster im SL gelandet ist und dieses zerstrahlt ist, bleibt jeder einzelne "Strahl" also Teilchen in alle Ewigkeit existent. Penrose ist sich klar darüber, dass alle Teilchen verschwinden müssten, wenn eine Reskalierung möglich sein sollte. Aber auch das ist nicht möglich, wieso sollte das Universum "vergessen", wie groß ein Elektron ist. Diese Info steckt in den Feldern, die in das konstante Λ gegossen sind. Auch der konstante Hubble Radius lässt sich ohnehin nicht reskalieren, wie bereits gesagt.
Die Natur fragt nicht nach dem Sinn von Abständen, sondern Λ ergibt sich aus der Physik und kann nicht "ex cathedra" mit einem Bleistiftstrich reskaliert werden.
Das neu entstandene U expandiert nur solange bis die Phasenraumänderung einsetzt.
Das hatten wir schon, eine Phasenänderung kann nur einem sinkenden Potential folgen, also von heiß zu kalt. Das gefrorene Wasser beginnt nicht von allein zu kochen. Es kann nur weiter abkühlen. Das Vakuum kann plötzlich keine höhere Dichte annehmen, woher sollte diese Energie denn kommen? Der Spielraum für das Vakuum ist für ein Sinken der Energiedichte verschwindend gering. Der Wert von Λ mag auf Null sinken (und  zu reellen Teilchen zerfallen), was soll sich dadurch ändern? Das Universum wird trotzdem weiter expandieren, weil der Schwung nicht mehr zu bremsen ist.

Es würde dann vom exponentiell expandierenden de Sitter Universum mit ΩΛ=1 zum einfachen asymptotisch expandierenden Einstein-de Sitter Modell mit Ωm=1.

Rainer

du wendest dich gegen die von mir ordentlich ausgeführten Theos und tust insgesamt schon wieder so... als ob mein Leben von deren Ansätzen abhinge.

Latürnich ist die Radiale Richtung im SL, der ART gemäß, zeitartig und wenn ich dies exakt so belasse, funzt auch der BB innerhalb SL nicht. Wenn ich diese Milchmädchenaussage jedoch aus Sicht der LQG/SQG beleuchte, ist dies eben nicht mehr der Fall, da weiters zu beachten. Und wie gesagt, du als Aussenstehender würdest eh nichts davon mitbekommen, egal mit was oder wie du rechnest.

Insofern erübrigt sich auf den Rest einzugehen, die Theos wurden genannt und jeder kann nachschauen, ob ich sie deren Ansätzen gemäß korrekt wiedergegeben habe.
Dass du dir nicht vorstellen kannst oder willst, dass Penröschens Phasenraumänderung genau das bewirkt was ich beschrieb, ist unerheblich.

Grüße
Z.
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Re: WuL und HS

8 Monate 1 Tag her - 8 Monate 1 Tag her
#10371
Mondlicht

wiedermal ein ellenlanger Post, der hier längst abgehandeltes, wie UK-Singularität,  wieder aufwärmt und sogar die Fehlinterpretation von G-Wellen, erneut heiß aufkocht...
Räusper...

Z.

Kleiner Hinweis: Bzgl. BB geht es nicht um Bojowald, sondern um  Abhay Ashtekar....
www.physik.uni-jena.de/3710/abhay-ashtekar
 
Letzte Änderung: 8 Monate 1 Tag her von Z..

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Re: WuL und HS

8 Monate 1 Tag her - 8 Monate 1 Tag her
#10373
Ein recht interessantes Paper zu unseren Fragen.
pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5784033/pdf/rsta20170128.pdf
Der Spielraum für das Vakuum ist für ein Sinken der Energiedichte verschwindend gering. 
Im obigen Paper wird von einer womöglich negativen Energiedichte des Vakuumerwartungswertes gesprochen. Dies würde zu einem Kollaps führen.
Zyklisch wird das Universum dadurch aber nicht, denn der (dann) negative Vakuumerwartungswert ist dafür keine Grundlage.

Weiterhin wird von GW gesprochen, die durch das Higgs Feld im Zusammenspiel mit der Raumkrümmung verursacht werden könnten, allerdings verschwindet die Raumkrümmung ja während der inflation.
Letzte Änderung: 8 Monate 1 Tag her von Rainer Raisch.
Danke von: Z.

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Re: WuL und HS

8 Monate 23 Stunden her - 8 Monate 23 Stunden her
#10379
Mondlicht

wiedermal ein ellenlanger Post, der hier längst abgehandeltes, wie UK-Singularität,  wieder aufwärmt und sogar die Fehlinterpretation von G-Wellen, erneut heiß aufkocht...
Räusper...

Z.

Kleiner Hinweis: Bzgl. BB geht es nicht um Bojowald, sondern um  Abhay Ashtekar....
www.physik.uni-jena.de/3710/abhay-ashtekar



 
Vergleiche doch mal drei frei gewählte posts von dir von der länge her mit meinen wenigen Beiträgen, die ich niemanden zwinge zu lesen, schon gar nicht, wenn sie irgendwelche Schluckbeschwerden verursachen. Du scheinst einen Kloß im Hals zu haben.
BICEPII habe ich ganz am Anfang und jetzt noch einmal erwähnt: ich zitierte diesesmal nur aus deinem verlinkten sxincxx Artikel, sonst wäre mir das nicht eingefallen.

Da ich hier nur sporadisch mitlese und ebenso sporadisch und vielleicht nur in einem mir logisch erscheinenden Zusammenhang schrieb, ging ich keinesfalls davon aus, dass das jemanden interessiert auch das du wiedermal nur negative eher unsachliche Kritik absondern kannst, habe ich erwartet, ich passe mich dem freundschaftlich-sachlichen Ton an.

Wenn du BB googelst liest du:
Aktuelle Vertreter der Big-Bounce-Theorie: Priester, Blome, Steinhardt, Ashketar, Bojowald, Ijjas und Poplawski geprägt.
Ich griff den mir recht gut bekannten Bojowald geraus. Thats it. Deshalb brauchst du dich nicht aufregen oder gar aufkochen.
Wir wissen wenig und es gibt viele Theorien.

Da ich nur selten auf ausgesuchte posts reagiere, sozusagen als Gast, gibt es von meiner Seite nichts weiter hinzuzufügen, wobei ich mich mit diesen Worten nicht für den Rest meines Lebens im Forum als "mundtot" erkläre - allerdings bei eurem Diskutierstil läd dein Thread mich ohnehin nicht ein wenn du mich nicht sowieso höflich ausgedrückt, schon ausgeladen hättest, kicher, meine Güte, take it easy.

(Ich finde es ja gut, dass Rainer schnell einschätzen kann ob eine Theorie haltbar ist oder nicht, nutze sein Wissen zu deinem Vorteil.
Letzte Änderung: 8 Monate 23 Stunden her von Mondlicht2.

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Re: WuL und HS

8 Monate 7 Stunden her - 8 Monate 2 Stunden her
#10391
Mondlicht 

ich habe auf Ashtekar hingewiesen, weil er der eigentliche Verfasser, Begründer der BB Theo ist,
Ein solch wissenschaftlich bedingter und somit üblicher Hinweis in einem dementsprechend gearteten Forum, hat nichts mit Kritik an irgendjemandem zu tun. Was eigentlich klar sein sollte!? Kontext: Hier ging es in der Hauptsache um den BB das Uni betreff (Kontraktion der RZ) und damit hat Bojowalds Paper eben so gut wie nichts zu tun, außer dass dessen Paper auf den Thesen und Ansätzen Ashtekars beruht. Da ich mich schon vor vielen Jahren mit Beidem beschäftigt habe (BB/U  BB/SL), war der Hinweis auf wessem "Mist beides gewachsen ist"... aus meiner Sicht.. unumgänglich.
 auch das du wiedermal nur negative eher unsachliche Kritik absondern kannst, habe ich erwartet,

So so erwartet, insofern ist klar warum du auf meinen weiteren Hinweis, dass wir im besonderen die in deinem Post zB. erwähnte UK-Singularität längst hinter uns gelassen haben, so unverständig und übertrieben reagierst. Negative unsachliche Kritik?

Schauen wir doch mal den gesamten Post an, den du so unsachlich findest.
wiedermal ein ellenlanger Post, der hier längst abgehandeltes, wie UK-Singularität,  wieder aufwärmt und sogar die Fehlinterpretation von G-Wellen, erneut heiß aufkocht...
Beides in bold ist faktisch korrekt und somit der Sache entsprechend.

Und "Aufwärmen":
Ob aufwärmen/aufkochen als beleidigend empfunden wird, hängt stark vom Kontext und vom Tonfall ab. In einem sachlichen Gespräch (siehe Bold) kann es einfach eine Feststellung sein, in einem Streit oder einer hitzigen Diskussion kann es als Vorwurf oder Kritik verstanden werden. Und ich denke nicht, dass eine hitzige Diskussion anlag. Wenn du aber zuvor schon erhitzt ("schon erwartet") hier wieder einsteigst, ist ziemlich klar wo der Hase im Pfeffer liegt. 

Ich bitte dich nochmals darum, hier bereits ausführlichst besprochen und abgehandeltes, nachzulesen und nicht nochmals aufs Tapet zu bringen, ausser es ergeben sich neue Blickwinkel zur Sache. Danke i.v.

Wobei zusätzlich zu bemerken....:
Du:
„Unendliche Dichte und Temperatur“ die aus dem Nichts im Sinne von totalem Nichts entstand/Urknallsingularität, 
dass dies deine Eigeninterpretation vom UK ist, die sich wissenschaftlich begründet so nirgends findet. Da du ja aber, wie du sagst, noch "ein Kind" warst, als du solche Gedanken hattest, wäre der Gedankengang an sich eher positiv als negativ zu bewerten.

Ich hoffe wir können nun zum Thema zurück.
Gruß
Z.
Letzte Änderung: 8 Monate 2 Stunden her von Z..

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Re: WuL und HS

8 Monate 6 Stunden her
#10392
Rainer

vlt könnte man es bzgl zyklisch so interpretieren... dass es genauso unwahrscheinlich ist, dass der im Paper genannte Tunnel-Prozess des H-Feldes zyklisch von statten geht, wie es andererseits genauso unwahrscheinlich ist, dass er überhaupt stattfindet. 

Bis später
Danke für den Link.
Z.

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Re: WuL und HS

2 Monate 2 Wochen her - 2 Monate 2 Wochen her
#11670
Moin...

leider gibt es noch nichts Neues zum Thema "Vacuum Black Hole"....

Für zwischendurch ist evlt. folgende News geeignet die Wartezeit zu verkürzen.

Erste Schwarze-Loch-Bombe erschaffen... 
Physiker haben die erste Laborversion einer Schwarzen-Loch-Bombe erschaffen. Es handelt sich dabei um die Nachbildung einer über 50 Jahre alten Theorie, bei dem Energie rund um ein rotierendes Schwarzes Loch anwächst und sich explosionsartig entlädt.

www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/...v.org/abs/2503.24034

Bei der Gelegenheit wünsche ich allen Forumskollegen und innen ein frohes Fest und starke Nerven.
Herzliche Grüße Z.


 
Letzte Änderung: 2 Monate 2 Wochen her von Z..

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Re: WuL und HS

2 Monate 2 Wochen her
#11672
Auch von mir ein frohes Fest für alle Forumskolleginnen und Forumskollegen.

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Re: WuL und HS

3 Wochen 3 Tage her
#11875
Hallo Z.!

Zufällig heute gesehen aber noch nicht gelesen.
Interessiert vielleicht?
https://https://iopscience.iop.org/article/10.1088/1361-6382/ae3044/pdf
PAPER
A new understanding of Einstein–Rosen bridges


  Das Rätsel, mit dem sich Einstein und Rosen befassten, hatte nie mit Raumfahrt zu tun, sondern damit, wie sich Quantenfelder in gekrümmter Raumzeit verhalten.



OPEN ACCESS
RECEIVED
15 September 2025
REVISED
27 October 2025
ACCEPTED FOR PUBLICATION
22 December 2025
PUBLISHED
8 January 2026

Liebe Grüße, Mondlicht
Danke von: Z.

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Re: WuL und HS

3 Wochen 2 Tage her
#11876
https://https://iopscience.iop.org/article/10.1088/1361-6382/ae3044/pdf
Seite wurde nicht gefunden

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Re: WuL und HS

3 Wochen 2 Tage her - 3 Wochen 2 Tage her
#11877
Moin Moin Mondlicht

Der Link scheint nicht zu funktionieren, hier nochmal:
iopscience.iop.org/article/10.1088/1361-6382/ae3044

Unfassendes paper, muss ich erstmal länger reinschauen 
Sehr intressantes Thema!! DANKE. 
Da ich mich schon ein wenig mit Maldacenas/Susskinds ER=EPR beschäftigt habe, ist mir die Vorstellung nicht gänzlich unbekannt.

PS
Das mit der "gespiegelten Zeit" (im paper), erinnert mich ein bisschen an Ganteförs neues Buch (neue These). Man sollte jedoch gut zuhören, um was es ihm geht...um das Zeitverständniss, bevor man schon nach den ersten 3 Minuten einen etwaig "mystischen" Ansatz deutet... 


Bis später. 
Gruß
Z.
 
Letzte Änderung: 3 Wochen 2 Tage her von Z..
Danke von: Mondlicht2

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Re: WuL und HS

3 Wochen 2 Tage her - 3 Wochen 2 Tage her
#11879
ok problem behoben, sorry
danke Z und Rainer


ich flog nur kurz über den Text, da 49 pages

hat was
aber auch "SF" dabei... auf alle Fälle hat der Vorschlag mehr Logik als die (Makro-) WuL "Portale"...

Rainer, was sagst du denn zur "Mathematik" des papers.

keine Zeit
Liebe Grüße euch, Mondlicht


Z
Minkowski Raum, diese Kegel, in der QFT soll der Zeitpfeil in beide Richtungen gehen, also auch in die "Vergangenheit" - obwohl das nicht heißt/heißen soll, dass das auch für unsere "Makrowelt" gilt. Es geht auch um Hilbert Raum und alles Mögliche, 49 Seiten
"Rückprall" brauche ich aber nicht, was soll das bitte, über unser Universum ein übergeordnetes U.... Auch da kann man fragen, was war vorher. Was bringt das. Nur laut gedacht (und geschrieben, Jungs)

Ganteför am WE maybe

Letzte Änderung: 3 Wochen 2 Tage her von Mondlicht2.

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Re: WuL und HS

3 Wochen 2 Tage her
#11880
https://https://iopscience.iop.org/article/10.1088/1361-6382/ae3044/pdf
Seite wurde nicht gefunden
 
hahaha kiek mal
2x https:// deshalb
danke für die Meldung und die Korrektur

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Re: WuL und HS

3 Wochen 2 Tage her - 3 Wochen 2 Tage her
#11881
Also, worum geht es?

Die Autoren schreiben:

-          Wir haben Einsteins ursprüngliche Idee von 1935 wahrscheinlich falsch verstanden.
-          Damals beschrieben Einstein & Rosen Bridges als (rein) mathematische Struktur der Raumzeit.

Kann ich mir sehr gut vorstellen, mir erschienen WuL wie SF.


Die Autoren schreiben:
-          Einstein–Rosen-Brücken sind eigentlich ein Hinweis darauf, dass die Quantenfeldtheorie (QFT) die Zeitstruktur der RZ falsch behandelt.
-          Die RZ zerfällt natürlich in zwei zeitlich entgegengesetzte Bereiche – eher zwei spiegelnde Zeitrichtungen als Vergangenheit > Zukunft. Stimmt, Z.

-          Nicht Tunnel im Raum — sondern Verbindung zweier Zeit-“Sektoren“.

Was ist: direct-sum quantum theory (Direktsummen-Quantentheorie)?
Bildlich:
Zeit →    Universum A         ||    (ER-Struktur)         ||    Universum B (Zeit gespiegelt) ← Zeit

Die Autoren schrieben:
-          Gravitation erzeugt Situationen, wo beide Zeitrichtungen gleichzeitig physikalisch relevant bleiben; sie modellieren das mathematisch mit invertierten harmonischen Oszillatoren.
-          Sie sagen nicht wie ich erst dachte, unser Universum entstand aus einem vorherigen Universum. Sondern eher: Wenn zwei Zeit-“Sektoren“ existieren, dann erscheint der Urknall aus unserer Sicht wie ein Anfang, könnte aber ein Übergangspunkt sein, eher ein Zeit-Spiegelpunkt.

Die Autoren:
-          bestimmte Paritäts-Asymmetrien im kosmischen Mikrowellenhintergrund
-          passen besser zu ihrem Modell als zu Standardinflation.
-          Sie sprechen sogar von stark erhöhten posterior probabilities.

Ziemlich spekulativ.
Und, sind die Autoren der Quantengravitation nähergekommen?
- Nein — zumindest nicht im Sinne einer TOE. Sie lösten keine Problem wie:
-          Renormierbarkeit
-          Planck-Skalen-Dynamik
-          konkrete Gravitionsquantisierung

Was sie aber tun ist subtiler:
-          Sie schlagen vor, dass der Konflikt zwischen QM und ART teilweise ein Interpretationsproblem der Zeit ist. Das ist philosophisch tief — physikalisch aber noch kein Durchbruch. (...)

Ein kaum betonter Hintergrund: ER-Brücken, Hawking und ER = EPR…

Als Zeilinger Fan bemerkte ich natürlich die „leise Revolution“ seit ca. 15 Jahren:

-          Informationsparadoxon
-          Hawking: Strahlung lässt SL verdampfen — aber scheinbar ohne Information zurückzugeben
-          ein Teilchenpaar „trennt sich“ am EH, einer fällt ins Loch usw.
-          Dann eine überraschende Idee: ER = EPR. 2014-rum schlugen Juan Maldacena und Leonard Susskind vor: Quantenverschränkung (EPR) und Einstein-Rosen-Brücken (ER) könnten zwei Beschreibungen desselben Phänomens sein. Also: Verschränkte Teilchen = extrem winzige geometrische Verbindungen der Raumzeit. Also, nicht begehbare Wurmlöcher — sondern geometrisierte Korrelation.
-          Bell’sches Theorem

Das war ein gewaltiger Perspektivwechsel! Holy Schit!
Aber stimmt es?


Was ist Thermofield Double State?
-          Wenn man zwei identische Quantensysteme maximal verschränkt:
-          entsteht mathematisch exakt die Geometrie eines ewigen SL
-          mit einer ER-Brücke zwischen zwei Universen. (Lt. TDS!)

Was Gaztañaga und Kollegen gemacht haben:
-          Sie ersetzten „zwei verschränkte Systeme“ durch „zwei Zeitrichtungen derselben Raumzeit“.

Cool!
Bekanntermaßen taucht in vielen Quantengravitationsmodellen – überhaupt QM/QFT - auf:
-          Die vollständige Lösung der Gleichungen enthält immer:
-          vorwärts laufende Modi
-          rückwärts laufende Modi.
-          Normalerweise wirft man eine Hälfte weg (Randbedingungen!).

Die Autoren sagen nun:
-          Vielleicht war das der Fehler.

-          Die ER-Struktur trennt diese beiden Zeitsektoren physikalisch.

Wenn das stimmt:

Der Urknall wäre kein Startpunkt, sondern:
-          ein minimaler Entropiezustand,
-          von dem aus zwei Zeitrichtungen auseinanderlaufen. Das erinnert an eine Idee von Sean Carroll glaube ich, über einen doppelseitigen Zeitpfeil.
-          Aber hier entsteht er geometrisch aus GR + QFT!
-          „Bounce Kosmologie“ ist nicht neu at all, die gibt es schon lange. Neu ist:
-          Zeitpfeil = emergente Eigenschaft einer ER-artigen Struktur.

Wow!

Wir werden sehen, warten wir Veröffentlichungen/Reviews ab. Weil gute Physik am Ende liefern muss:
-          klare Observablen,
-          eindeutige Vorhersagen.
Überhaupt, solche Ideen brauchen oft Jahre, um zu zeigen, ob sie tragfähig sind…

Muss QM und ART wirklich unbedingt vereinigt werden?
Vielleicht nicht zwingend als eine einzige Formel. Aber:
-          SL +
-          frühes Universum +
-          Horizontthermodynamik liegen genau dort, wo beide Theorien gleichzeitig gelten müssen. Deshalb stößt man immer wieder auf dieselbe Grenze. (Also ja, wir brauchen Toe.)

Da ich immer noch Zeilinger „Fan“ bin, gehe ich einen großen Schritt weiter:

Was wenn der Raum selbst gar nicht fundamental ist, sondern aus Verschränkung entsteht — und dieses Paper genau in diese Richtung zeigt?

Das ist der Punkt, wo sich plötzlich ART, QFT und Informationstheorie treffen — Anton Zeilinger lässt grüßen - und wo ich das Gefühl habe, dass wir tatsächlich an etwas Grundlegendem dran sein könnten…

Über hundert Jahre lang dachten wir:
-          Teilchen bewegen sich im Raum,
-          Ereignisse passieren in der Raumzeit. Heute drehen viele Theoretiker das um:
-          Vielleicht entsteht RZ erst aus Quanteninformation. (…)

Das klingt erstmal verrückt — aber es kommt aus sehr konkreter Mathematik, die ich nicht beherrsche, okay, aber andere Leute.
(Ich bin gerade im Flow… Der Artikel hat mich echt inspiriert.)

Wenn Verschränkung Geometrie erzeugt, dann bedeutet:

-          eine Einstein-Rosen-Brücke könnte schlicht maximale Verschränkung darstellen. Die Brücke wäre dann kein Objekt im Raum sondern Raum IST die Brücke.

Wenn das nicht geil ist…


Und was hat Zeit damit zu tun?
-        In vielen Quantentheorien existiert Zeit gar nicht fundamental.
-        Die Grundgleichungen sind oft zeitlos (z. B. Wheeler-DeWitt-Gleichung).

(Das habe ich immer gesagt. Epot gab es zeit- und entropielos usw.)  

Zeit entsteht erst, wenn:
-          ein Teil des Systems als „Uhr“ gegen den Rest verglichen wird. Das heißt: Zeit = Beziehung zwischen Zuständen.

Die Autoren gehen einen Schritt weiter:
-          Vielleicht entstehen sogar zwei konsistente Zeitrichtungen, wenn die globale Quantenstruktur symmetrisch ist. Unser Zeitpfeil wäre dann lokal — nicht universell.
Mega cool.

Was denkt ihr denn so?


Mondlicht    
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Re: WuL und HS

3 Wochen 18 Stunden her
#11885
hahaha kiek mal
2x https:// deshalb
danke für die Meldung und die Korrektur
Da war ich wirklich schon halb blind zu später Stunde.

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